Fischen Jagen Schiessen in Bern vom 16.-19. Februar

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Der Rothirsch in der Jurakette

Die Jäger koordinieren ein Projekt zur Rotwildbewirtschaftung im Jurabogen

Das Rotwild, symbolträchtige Tierart unserer Wälder, siedelt sich seit einigen Jahren wieder im Juramassiv an. Auch wenn sein Vorkommen die Artenvielfalt des Massivs fördert, kann seine geografische Ausbreitung insbesondere als einschränkender Faktor für die Forstwirtschaft angesehen werden. Um die künftige Entwicklung der Rotwildpopulationen besser bewerten und die Walderneuerung aufrecht erhalten zu können, wurde vor kurzem das französisch-schweizerische Projekt Interreg «Beobachtungsstand: das Rotwild im Juramassiv»gestartet. Auf schweizerischer Seite wird die Trägerschaft durch JagdSchweiz in Zusammenarbeit mit Diana Suisse sichergestellt.

Auch wenn die Jäger das Rotwild als Zeichen für einen lebendigen Wald darstellen und sich an der Möglichkeit der Bejagung dieser Wildart, die in ihren Revieren heimisch wurde, erfreuen, können die Akteure in der Forstwirtschaft im Fall einer Überpopulation finanzielle Verluste erleiden. Daher ist es notwendig, die verschiedenen Faktoren besser zu begreifen, welche die Entwicklung der Rotwildpopulationen in der Jurakette beeinflussen. Die Mittel zur Beurteilung des Einflusses dieses Huftieres auf die Vegetation und die betreffende Politik zur Bewirtschaftung dieser Wildart sind so zu entwickeln, dass sie der sehr speziellen und sensiblen Situation im Juramassiv gerecht werden.

Darin besteht das Ziel, welches von dem Projekt Interreg «Beobachtungsstand: das Rotwild im Juramassiv» festgelegt wurde, das 14 französisch-schweizerische Partner vereint (Forstleute, Jäger, Kantone). Auf schweizerischer Seite sind acht Kantone (AG, BE, BL, GE, JU, NE, SO, VD) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die aktiven Partner dieses Projektes zur Rotwildbewirtschaftung. JagdSchweiz und Diana Suisse, welche die Trägerschaft sicherstellen, liefern den Beweis für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Jagdverbänden mit den Kantons- und Bundesbehörden.

Die Jäger selbst werden mit ihrer Kompetenz und und ihrer Anwesenheit vor Ort einen wesentlichen Beitrag zum Monitoring der Rotwildpopulationen im Jurabogen leisten. Sie teilen ihre Beobachtungen den Kantonsverantwortlichen anhand eines Datenblattes mit, das von dem ECOTEC Environnement erarbeitet wurde, dem Entwicklungs- und Beratungsbüro in Umweltangelegenheiten, das die administrative und wissenschaftliche Seite des Projektes betreut.

Die entwickelten Bewirtschaftungsprogramme werden für verschiedene Ebenen, von der Gemeinde bis hin zur gesamten Region, konzipiert und auf diese angewendet. Sie werden bereits zu Beginn des Projekts festgelegt und dann jedes Jahr laufend verfeinert. Diese Verbesserungen erfolgen auf der Grundlage der Entwicklung der Indikatoren der Tier- und Pflanzenwelt sowie in Abhängigkeit von der Entwicklung der Organisationsinstrumente.

Ein anderes Ziel des Programms besteht in der Entwicklung und der Erprobung von Techniken für die Forstwirtschaft, die geeignet sind, das forstwirtschaftliche Umfeld weniger verwundbar zu machen. Des Weiteren besteht ein spezielles Vorhaben darin, die Hauptpunkte des Konfliktes zwischen Fauna und Verkehr im Nordosten des Bereichs (insbesondere in Zusammenhang mit der Autobahn A1) zu bestimmen und Lösungen vorzuschlagen, um biologische Korridore zu bewahren, die durch das französisch-waadtländisch-genferische Agglomerationsprojekt bedroht wären.

Und schliesslich werden mehrere Aktionen zur Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit initiiert. Sie haben das Ziel, diese neue Tierart bekannt zu machen und respektvolle Verhaltensweisen in der erholerischen oder wirtschaftlichen Nutzung des Juramassivs vorzuschlagen (mobile Ausstellung, Aufklärungsfilm). Die Aufklärungskampagne richtet sich auch an Berufsleute und Waldeigentümer (Forstleute, Jäger) auf dem Gebiet der Rotwildbewirtschaftung.


Für weitere Informationen besuchen Sie die Internetseite des Projekts: http://www.cerf-massif-jurassien.fr/

 

Adrian Zumstein

In der Ausübung des jagdlichen Handwerks erfüllen die JägerInnen einen wichtigen gesetzlichen Auftrag zur nachhaltigen, selektiven und angemessenen Bewirtschaftung und Nutzung unseres Wildbestandes. Es ist somit wichtig, Vertreterinnen und Vertreter im Bundesparlament zu wissen, welche gewillt sind, als Anwälte eben dieser Jagd, deren vielfältigen und vielschichtigen Zusammenhänge und Interessen mit überzeugenden Argumenten, aus eigener Erfahrung sowie im Verbund mit anderen ParlamentarierInnen zu vertreten und nötigenfalls zu verteidigen.

Adrian Zumstein, Mitglied des Vorstandes von JagdSchweiz

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